10 logische Fakten, warum Horrorstorys über die Schwangerschaft nicht stimmen

Egal wo man ist, es gibt immer diese Leute, die einem Horrorstorys erzählen über Schwangerschaften und Geburt. Oder noch besser, sie sehen, du bist schwanger und fangen an „Hey, die Freundin der Schwester meiner Nachbarin hatte echt eine schlimme Geburt“, ja Halllooooo…  Bitte beschränke Dich auf „wie geht’s dir“ und „ich wünsche dir noch eine schöne Schwangerschaft“, mehr interessiert mich nicht. Tz… also wirklich…

Das hier ist kein Versprechen und auch keine Sicherheit, dass es alles immer glatt und gut laufen wird. Es gibt wirklich schlimme Geschichten, aber gibt es die nicht überall?

Wir müssen daran festhalten und daran glauben, dass alles gut wird. Dass wir ein gesundes Baby zur Welt bringen werden und dass wir erleben dürfen, wie die ersten Zähne kommen, die ersten Schritte gelaufen werden und unser Kind eingeschult wird. Wie unser Kind gesund und glücklich aufwächst.

#1
Die Devise lautet: Auf keinen Fall verrückt machen lassen. Von Niemandem. Mit keiner Geschichte. Informiert Euch ordentlich und ersticke alle Bedenken im Keim.

Habt ihr schon mal eine Horrorstory über eine Geburt zweimal gehört? Also ich nicht. Jede Frau erlebt ihre Schwangerschaft und Geburt anders und auf ihre Weise. Natürlich existieren leider manche Komplikationen, die es bei einer Geburt geben kann, aber es gibt auch die „nach-3-mal-pressen-war-er-da-Geschichten“ die hört man nur so selten. Das ist noch nicht mal Gesprächsstoff für 5 Minuten. Total langweilig.

#2
Jeder Mensch ist anders. Jede Frau ist anders. Jeder Körper ist anders. Und jetzt pass auf: Jedes Baby ist auch anders.

#3
Wird mein Kind gesund sein, wenn es auf die Welt kommt? Werde ich eine gute Mutter sein? Diese Art Fragen hat man auf jeden Fall im Kopf, aber das ist auch ganz normal. Es kommt darauf an, wie man damit umgeht. Mir hat in der ganzen Schwangerschaft ein Satz sehr geholfen; das hat ein Frauenarzt in einer Schwangerschafts-Zeitschrift gesagt: „Jede Frau hat ein Recht auf eine schöne und entspannte Schwangerschaft“. Ich finde das gut. Und ich finde das stimmt.  Daher sollte man sich von nichts und niemand verrückt machen lassen.

Eine Schwangerschaft ist zu vergleichen mit einem Marathon und nicht mit einem Sprint. Wir tragen 9 Monate unser Baby im Bauch aus, mit allem was dazugehört. Man kann nicht 9 Monate in Angst und Schrecken leben und man kann auch nicht 9 Monate lang so tun, als wäre man entspannt. Lebe mit einer positiven Einstellung. Aber du solltest auch besonders auf Dich Acht geben. Schone Dich, verwöhne Dich (Du=dein Baby; den Satz versteht man erst so richtig, wenn man schwanger ist) und vertraue darauf, dass alles gut wird. Entspann Dich.

#4
9 Monate bzw. plus die Stillzeit, ohne Alkohol, Leberwurst, Zigaretten und Co., ist jetzt nicht soooo schlimm und durchaus machbar. Außerdem sind Alkohol und Zigaretten ungesund, Leberwurst macht dick und ehrlich, Medikamente sind jetzt auch nicht grad Vitamin-Bomben. Ich muss zugeben, geraucht habe ich nie. Dieser ganze Verzicht ist definitiv eine Einschränkung, vor allem bei dem, was wir in der heutigen Zeit alles gewohnt sind. Aber es ist durchaus machbar, mal 9 Monate auf ein paar Dinge zu verzichten. Es ist doch für den kleinen Zwerg im Bauch.

#5
Als Teenager habe ich eine Zahnspange getragen. So eine feste Zahnspange. Kurz bevor mir diese entfernt wurde, habe ich plötzlich überall diese Horrorstorys gehört, über die Entfernung der Spange und was alles passieren kann. Die beste Geschichte war: „Beim Entfernen der Metallteile von den Zähnen, können manchmal die Zähne mit rausgerissen werden“ Betonung auf „rausgerissen“ – also wir sind auch manchmal so leichtgläubig bei so einem Scheiss.

Mein Zahnarzt hat laut gelacht, als ich das erzählt habe. Auch ohne einen Anlass findet Ihr 1.000 Geschichten über furchtbare Dinge im Internet; daher sind solche Geschichten relativ… „Wer bist du, dass du voraussagen kannst, wie die Geburt meines Kindes aussieht?“

#6
Ich wusste nicht ob ich eine PDA will, bis ich im Kreissaal lag und die mich gefragt haben ob ich eine PDA will. Ich habe mir in den Wochen vorher die Vor- und Nachteile dazu durchgelesen, weil woher weiß ich denn bitte, ob ich eine PDA will.

Ist nicht das Schlechteste, die negativen Aspekte durchzulesen, um zu wissen, was man da eigentlich zu sich nimmt. ABER bitte, lest euch auch die positiven Aspekte durch.

Zum Beispiel die Entscheidung PDA ja oder nein, kann den Rest der Geburt beeinflussen. Damit will ich sagen, keiner kann voraussagen wie es ablaufen wird. Vielleicht is der Kas in 2 Stunden biss´n und somit nicht nötig oder falscher Alarm im Sinne von „jetzt noch zu früh zu entscheiden“ – Daher wieder: Alles relativ. Es kommt der Moment, in dem man entscheiden soll und dann ist es gut, wenn man sich vorher informiert hat und weiss ob man eine will oder nicht. Also: wie sagt mein Teenager-Stiefsohn immer: Chill mal deine Basis 😊

Keiner der Geschichtenerzähler kann wirklich sagen, wie es bei dir abläuft. Aber wieso erzählt dir so ein Esel überhaupt ne Horrorstory???
Wichtig: Steh hinter Deinen Entscheidungen!

#7
Die größten Machos werden im Kreissaal zu emotionalen Softies und gehen auch nicht zu selten in die Knie. Selbstversuche von Männern am Wehen-Simulator enden meist mit einem vorzeitigen Abbruch. Vergiss all die Horrorgeschichten, wir Frauen haben die Power für eine Schwangerschaft und wir haben die Power für eine Geburt. Wir sind die echten Helden. Und es gibt ja auch noch die Hebammen die uns unterstützen.

#8
Es muss keine Entscheidung darüber getroffen werden, ob man normal oder mit Kaiserschnitt entbinden will. Zumindest nicht immer. Ein Tipp: Wenn es offensteht, offenlassen. Eine Präferenz ist schon ok, aber stur an seiner Präferenz festhalten kann auch gefährlich für Mutter und Baby werden.

Sobald ihr im Kreissaal liegt und Euer Baby nur so rausflutscht, hab ihr Euch verrückt gemacht für nichts und wieder nichts. Und ehrlich, ein Kaiserschnitt ist jetzt auch kein Drama. Ich habe zweimal über Kaiserschnitt entbunden und ich kann sehr gut damit leben. Auch was die Ästhetik der Narbe angeht. Selbst wenn, eine Normalgeburt wäre bei mir gar nicht möglich gewesen.

#9
Leute, eine 12 Stunden Geburt bedeutet nicht, dass man 12 Stunden in unerträglichen Schmerzen liegt. Im Gegenteil, Vielleicht, wenn überhaupt kommen die Wehen, aber gehen auch wieder. Also ein auf und ab, was eher nervig ist, als unerträglich.

Aber gerne mal muss man aus gesundheitlichen Gründen schon frühzeitig ins Krankenhaus, aber da unten geht noch gar nix oder irgendwas zwischen Nichts und Wehen. Sprich: manchmal eher langweilig! Und man will einfach nur, dass es losgeht.

Wie Ihr seht kann ich mich gar nicht festlegen, denn es gibt alles zwischen langweilig und Komplikationen. Aber sind wir doch jetzt bitt´schön mal positiv gestimmt und glauben einfach daran, dass wir -ohne Komplikationen- ein gesundes Kind zur Welt bringen. Danke.

Mein Erster kam nach 15 Stunden endlich raus… ich muss sagen ich war echt gechillt. Und mein Zweiter war nach insgesamt 2 Stunden schon da. Beide Kaiserschnitt.

#10
Schmerzen: ja – unerträglich: nein – Warum brüllen diese Irren Mutter-Kühe dann immer so, als würde man sie abstechen? Wegen den Wehen. Wenn die Wehen kommen, können die sehr heftig sein. So eine Wehe kann echt ekelhaft sein. Der Schrei ist da, um die Wehe zu verarbeiten, quasi atmen mit Ton *lach*, aber glaubt mir, die Wehe geht auch wieder und dann ist alles wieder gut.

Es ist seltsam, aber als die Wehe da war, dachte ich „Boa, Alter, nie wieder ein Kind“ und als sie weg war, dachte ich „naja ein zweites Kind will ich schon… vielleicht ein Drittes“ und bei der nächsten Wehe wieder „Boa, Alter…“.

Diesen Schmerz kann man nicht beschreiben und diesen Schmerz wird man so auch nie wieder bei etwas Anderem erleben, aber es ist tatsächlich so wie alle sagen: man vergisst den Schmerz der Geburt wieder.

Ich denke das liegt daran, dass man auch froh ist, dass er weg ist. Und die Natur hat vielleicht auch etwas mitgeholfen *zwinker*.

Und denkt daran, Schmerz oder nicht, die Wehe ist es, die dein Baby das Licht der Welt erblicken lässt. Eine Geburt ist etwas ganz Besonderes.

An Alle Mütter, die Ihr Kind noch auf die Welt bringen: Ich wünsche Euch noch eine schöne und entspannte Schwangerschaft und eine tolle Geburt.

Alles Gute und viele Grüße von der Mamawelt

Verfasst von

Ein Mamablog über das Mama-sein und das wundervolle Leben mit unseren Kindern: bunt und lebendig.

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