2, 1, 38,5, 7, Papa & am Ende mit den Nerven

Sonntagmorgen 6 Uhr. Es ist Wochenende. Mein kleiner Schatz schreit. Füttern. Gut, Baby schläft weiter. Ich auch; schnell wieder ins Bett. Man wacht am Morgen auf -Nee, auch am Sonntag verschont uns unser Kleinster nicht; 6 Uhr „Mama, jetzt bin ich fit!“ – und ich denke noch, alles gut, alles in Ordnung. Ein ganz normaler Tag. Der Morgen verläuft normal wie immer. Irgendwann dann doch mal aufstehen, anziehen. Papa geht mit dem Großen zum Bäcker. Jetzt kann ich mich in 10 Minuten in Ruhe fertigmachen. Wieder mit kleinen Verzögerungen kommen wir nun am Frühstückstisch an. Mein wundervoller Ehemann hat den Tisch schon gedeckt, draußen auf der Terrasse. Den Sonnenschirm hat er auch schon aufgestellt.

Dann, der späte Nachmittag, mein Großer wird zur Heulsuse… Ich fass ihm an die Stirn und nehme wahr, dass er heiß ist. Auf dem Weg ins Kinderzimmer, mit meinem Sohn, zum Fieberthermometer tanzen meine Gedanken schon Tango… Wenn mein Sohn jetzt krank ist, wird das wieder eine Woche im Ausnahmezustand! Einmal kurz Fieber gemessen, bestätigt. Mein Sohn hat Fieber. Ok, schauen wir mal wie weit das geht. Er ist zwar eine Heulsuse, aber noch geht’s. Vielleicht ist ja nix. Hoffe ich.

Ausnahmezustand Kind krank = 2 Kinder, 1 davon krank, durchschnittlich gemessenes Fieber 38,5 Grad, 7 Tage lang. Papa natürlich im Ausland. Ich: mit den Nerven am Ende.

Ich bin am Ende. Ich bin müde. Ich habe den Keller voll mit Wäsche und nichts im Haushalt ist erledigt, weil ich derzeit auch keine Putzfrau habe und selber nicht zum Putzen geschweige denn aufräumen komme.

Meine Woche bestand darin regelmäßig Fieber zu messen, die emotionale Berg- und Talfahrt meines Sohnes mitzuerleben und mit diversen Ablenkungsmanöver auszugleichen und parallel meinen 9-monatigen Zwerg zu betreuen. Mindestens 1x am Tag das Bett neubeziehen.

Immer wenn er sich weh getan hat, war es so dramatisch wie ein guter Rosamunde Pilcher. Mit viel weinen, schluchzen und Kuschelbedürfnis. Nach 7 Minuten war wieder alles vergessen.

„Mama, ich habe Hunger“, ok Schatz ich mach dir was. Ich koche Maultaschensuppe, die liebt er und die ist ja gut, wenn man krank ist. Ich stell das Essen auf den Tisch. „Mama, ich habe kein Hunger“ sagt mein sonst so wirklich aktives Kind, dass sich nun zur Couch schleppt und sich „nur kurz“ ausruhen will. Mein Sohn macht ja vieles aber mal 5 Minuten ruhig auf seinem Hintern sitzen, no way.

Aha… Fieber kommt wieder. Ok Tisch abgeräumt und wieder alles von vorne. Fieber messen. Unter Umständen Medis verabreichen. Ins Bett bringen. Mittagschlaf 1 Stunde früher als sonst UND 3 Stunden… naja gibt mir ein unerwartetes Zeitfenster, irgendwas…  aufzuräumen oder zu putzen *soll ich jetzt seufzen oder mich freuen?*

Der Kleinste war Gott sei Dank die meiste Zeit ein Selbstläufer. Aber irgendwie schaffen die zwei Hühner es immer gleichzeitig zu brüllen.

Am Abend war mein Sohn viel früher müde als sonst, ist Super. Das bedeutet er geht mal früher ins Bett. Yeahhh! Ist ja eigentlich toll, aber diese Umstände bräuchte ich jetzt nicht. Als ich um 0:00 Uhr ins Bett gehen will, liegt er bereits patschnass verschwitzt im Bett. Ich ihn umgezogen, neue Windel. Und neue Decke besorgt. Irgendwann nachts um 3 Uhr kam er dann zu uns ins Elternbett rüber. Auch patschnass und schluchzend. Wieder umgezogen. Weitergeschlafen. Jetzt blos nicht den Kleinen aufwecken, der schläft auch bei uns im Schlafzimmer.

Das hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber die ersten Tage sind ja vielleicht noch ganz „lustig“, aber gegen Ende, wenn die kleinen Teufel wieder gesundwerden, da denkt man sich, wenn heute nicht Feiertag oder Wochenende wäre, könnte er doch wieder in die Kita gehen. Is nich, Mama.

An Tag 3 sind wir zum Kinderarzt. Wir sind fiebertechnisch immer knapp unter 39 Grad rumgedümpelt. Aber ich dachte das lass ich mir mal ansehen, ab Tag 3 hat mein Sohn nämlich über Ohrenschmerzen geklagt. Super, wie ich es mir gedacht habe, Mittelohrentzündung. Nach dem Kinderarzt gleich in die Apotheke und Medis eingesammelt.

Je mehr Tage vergehen, in denen ich nichts wasche und aufräume, desto größer wird der Rückstau; und die verschwitzte Bettwäsche kommt on top. Ich komme mit Betten und Schlafanzug waschen gar nicht hinterher… Ständig im Wechsel das eine Set Bettwäsche hingemacht und das andere Set waschen.

Zwischendurch habe ich meinen Zwerg auch mal in die „Wäsche“ gesteckt. Einmal in die Wanne bitte. Hat auch Vorteile so ein Fieber, das ging richtig zackig, rein, abwaschen, raus. Allerdings wieder mit weinen und markerschütterndem Schluchzen. Aber so schnell geht’s nie. Mit Mama-Intensiv-Programm ist dann nach 5 Minuten auch wieder gut.

Diese Woche war blöderweise auch noch ein Feiertag und ein Brückentag. Sprich auch noch ein superlanges Wochenende. Mein wundervoller Ehemann hat durch Abwesenheit geglänzt, zumindest die meiste Zeit. Also Mom all alone with two Kids.

Meinem Sohn hat man irgendwann richtig angemerkt, dass ihm das Zuhause langsam auf den Keks geht. Ja wir singen ja auch nicht oder machen Morgenkreis oder haben eine Kreativ-Ecke, eine Bau-Ecke oder gehen zum Spielplatz. Mit Fieber wollte ich jetzt keine große Tour machen.  Außerdem hat er vielmehr vom Kleinsten mitbekommen. Füttern, wickeln, kuscheln, etc. Obwohl er ein Selbstläufer ist, muss man sich ja um so einen süßen Fratz auch kümmern. Fand mein Großer blöd. Zumindest das Ausmaß.

Und ich?! Ich bin am Ende mit meinen Nerven. Die Woche hat mich ganz schön mitgenommen. Ich bin so müde wie in meinem Leben noch nicht. Mein Kleinster wacht nachts öfters auf und ist ab ca. 6 Uhr in der Früh wach und fit. Das tut er auch kund. Da er schon stehen kann stellt er sich im Bett auf und brüllt mich an. Wenn es Worte wären würde es bestimmt heißen: „Hol mich sofort aus dem Bett und spiel mit mir du müde Tante“. Und solange mein Großer Fieber hatte kam der auch noch genau dann als ich weiterschlafen wollte. Sprich keine 2 Stunden am Stück geschlafen.

So, die Tage sind gezählt, heute ist Sonntag. Ich freu mich schon den ganzen Tag auf Montagmorgen. Ich habe schon eine Liste im Kopf was ich alles tun werde, wenn mein Sohn in der Kiiiiiitttaaaaaaaahh ist… *freu*. (Fange ich mit der Wäsche an? Oder schau ich Fern? Oder schlafe ich einfach mal? Ach es gibt so viele Möglichkeiten)

Zu allem Überfluss gehen wir in den Urlaub, (das ist jetzt nicht so gemeint, wie es sich grad anhört). Das heißt ich bin vom einen Ausnahmezustand in den nächsten gestolpert. Wäsche waschen, Wäsche waschen, Wäsche waschen und 4 Koffer packen. Leute, ich bin am Ende. Ich brauch ne „Auszeit“, eine lange Auszeit.

Schöne Pfingsten.

Viele Grüße aus der Mamawelt36


 

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