Wenn meine Kinder 18 sind!

Wir schreiben den 23.11.2013. Mein Mann und ich heiraten.

Schwanger wie ich war, haben wir im Winter geheiratet. Im Sommer kann ja jeder. Das bedeutet aber, man fliegt weder mit Bauch noch mit frischgeschlüfptem weg. Das wiederum bedeutet, dass wir nicht mal unsere Hochzeitsreise gemacht haben. Mein Mann und ich haben einen Running Gag zuhause. Wir sehen es mit Humor. Aber mit einem weinenden Auge. Immer wenn wir etwas Neues/Anderes machen wollen, sei es eine Reise oder die Hochzeitsreise. Oder eine andere Veränderung vornehmen möchten, schauen wir rüber zu unseren Kindern und dann sehen wir uns an und sagen „Neee, wenn die Kinder 18 sind“. Dann aber wirklich. Wir haben nämlich eine Liste. Vielmehr, ich habe eine Liste und die ist länger, als die von meinem Mann.

Was ich alles mache, „wenn meine Kinder 18 Jahre alt sind“, hahaa… ich denke nicht, dass wir warten bis sie 18 sind, aber so 16 oder so…. oder 14…

Vermutlich werden wir als erstes unsere Hochzeitsreise machen. Australien oder Neuseeland. Oder Hawaii. Mein Mann will nach Hawaii. Ich versicherte ihm, dass das keine gute Idee ist. So gerne er nichts tut oder „chillt“ wie man heutzutage sagt, so schnell wird ihm auch wieder langweilig werden. Ich war zwar noch nicht dort, aber ich glaube die große Infrastruktur gibt’s da nicht. Und irgendwann haben wir geschnorchelt, gebadet, gechillt und Cocktails getrunken, bis zum abwinken und dann? Was machen wir dann? Also ich denke, als Urlaubsziel ist doch Neuseeland oder Australien besser für uns. Oder beides. Den ganzen Tag am Strand liegen, mag ich auch nicht.

Also kommen wir zu den nächsten Dingen, die ich tun werde, wenn meine Kinder „groß“ sind. Ich werde meine sich im Keller stapelnde Deco wieder aus den Tiefen nach oben holen und im ganzen Haus verteilen *hihi*. Hach, wieder schöne Tischläufer auf dem Tisch, frische Schnittblumen. Kerzen. Deco halt. Schööön.

Und gleich nachdem ich meine Deco wieder im Haus verteilt habe, werde ich alle Kleinteile, die ich an die Decke geschraubt habe, wieder abschrauben und wie ganz normale Leute auch, wieder auf den Tisch oder die Kommode legen.

Tzz…, man kann nicht mal seinen Geldbeutel auf dem Tisch liegen lassen, schon kommt mein Sohnemann angetrabt und schnappt sich nicht nur den Geldbeutel, sondern klettert auch gleich noch mit waghalsigen Bewegungen auf den Tisch. Und als wüsste er genau, was er tut, zieht er die Kreditkarte raus und brüllt „Babbiiii, Geld“. Ja, Schatz, dass ist Papi´s Geld. Der hats mal verstanden.

Ich werde meine künftigen Urlaube mit dem Flugzeug machen. Man will weder mit einem 2-jährigen noch mit ‘nem 4-jährigen mehrere Stunden fliegen. Also ich nicht. Vielleicht werden mein Mann und ich, Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff machen. Oder aber mit dem Camper durch Amerika fahren. Hahh, mit 50 in ‘nem Camper, das wird lustig. Wobei, so alt ist das ja auch nicht.

So, jetzt ist die Frage, werde ich zuerst meine Türklinken im Haus wieder nach unten schrauben, oder montiere ich zuerst die Schutzgitter im Treppenhaus ab? Hmm?! Wir haben… lass mal zählen… 2, 4…, ja, 6 Schutzgitter haben wir im Haus. Man muss sich das mal vorstellen, einen Raum betreten ohne das Gitter erst aufzumachen. Oder abenteuerlich darüber klettern, weils einfach nervig ist. Und natürlich, ist man oft voll beladen und hat keine Hand frei um das Gitter zu öffnen, das bedeutet die Ladung erstmal ablegen, um das doofe Schutzgitter zu öffnen.

Wir haben ja die Schutzgitter tatsächlich schon eine Weile hier. Aber wie oft wir gegen das blöde Ding laufen und total über den Rahmen am Boden überrascht sind. War der da schon immer? Und das fühlt sich ja immer gleich an, als wäre der Zeh diesmal ganz ab. Diese blöde Leiste nötigt jeden, wie ein Storch darüber zu stelzen.

Einmal bin ich vom Keller nach oben gerast, weil es an der Türe geklingelt hatte. Und meine sonst so routinierte und gleichzeitig geschickt schnelle Öffnung des Gitters, ergab sich an diesem Tag als zu langsam und gar nicht routiniert. So bin ich samt dem Schutzgitter, ins Treppenhaus (nach oben) gefallen. Wo gibts denn sowas?! (Grrrrr).  Mein Mann lief hinter mir her und sah mich an, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank *lach*.

Und gleich nachdem ich zu einem Dumpingpreis *heul* meine Gitter auf ebay wieder losgeworden bin, werde ich die Schlüssel von unseren Zimmertüren wieder ganz oben auf den Türrahmen legen. Es wird nicht mehr nötig sein, eine Zimmertüre abzuschließen. Sprich, wenn ich im Keller Maultaschen aus dem Gefrierschrank holen möchte, lauf ich nie wieder gegen die Türe – achja, abgeschlossen- weil meine schnell-aufschließ-und-Klinkendrück-Koordination mich wieder im Stich lässt. Also, so langsam sollte man das doch draufhaben.

Und auch hier, man kommt voll beladen in den Keller und will in den Heizraum und man hat natürlich, keine Hand frei zum Aufschließen. Also, den Krempel auf den Boden legen (ah, Rücken…) aufsperren und Krempel wieder aufheben und aufräumen. Kruzifix.

Was wir uns auch täglich denken: Hm, eine neue Couch wäre doch was? Ein neuer Boden vielleicht? Oder mal streichen? Wir könnten uns einen kleinen Jacuzzi für draußen kaufen…. Hm, neee. Erst, wenn die Kinder 18 sind (oder 16 oder 14). Wir haben eine tolle Couch, aber mit zwei Irren, nicht mehr die Neueste. Man kann die Couch super cool ausklappen und somit haben wir eine riesen Spielwiese. Gut für beide Zwerge, denn das hat das Fallrisiko mit 1 Jahr bzw. 2 Jahren enorm verringert. Und wie alle Kinder, verwechseln meine zwei Terroristen auch unsere Couch mit einem Trampolin. Es gibt nur noch ein Polster, das nicht mehr quietscht oder knackt beim Hüpfen. Die anderen sind Sperrzone. Halten sich meine Kinder natürlich dran. Sicher.

Was ich auf jeden Fall auch tun werde ist: Am Wochenende ausschlafen. Also ehrlich, es gab schon schlechtere Zeiten, aber zurzeit wacht mein Sohnemann um Punkt 6 Uhr auf. Das ist deswegen nicht so schlimm, weil ich momentan sowieso um 6 Uhr aufstehen „sollte“. Aber mein Sohn unterscheidet nicht zwischen Woche und Wochenende. Das bedeutet für mich, jeden Tag in der Woche um 6 Uhr aufstehen. Auch Samstag und ganz besonders am Sonntag.

Wir wissen ja alle „das ist nur eine Phase“.  Es gibt ein Tag im Jahr, da darf ich ausschlafen: Muttertag! Ist es nicht zu fassen? Also Kinder, wenn ihr 18 Jahre alt seid (oder 16 oder 14), dann werde ich ausschlafen. Gaaaanz lange. Und nicht nur 1 Tag im Jahr, sondern die restlichen 364 Tage auch.

So und zu guter Letzt, werde ich wieder mehr Sport machen und noch mehr fotografieren. Machen 50-jährige überhaupt noch Sport? Hah, Spaß, na klar. Nur wird’s heißen „Fitness für Senioren“ oder „50Plus“ oder „Gymnastik für Senioren“ und nicht „Fatburner“ oder „Zumba“ oder „Body Pump“.

Jetzt komm ich schon öfters mal zum Fotografieren, aber das läuft so nebenher. Und wenn’s soweit ist, kann ich vielleicht mal einen Tag lang raus und Motivsuche betreiben. Und dann auch mal mit meiner richtigen Kamera. Nein, ein Smartphone ist keine richtige Kamera. Was? Echt?! Achso. Das Smartphone ist die Kamera-to-go. Kürzlich habe ich einen Sonnenuntergang mit 3 verschiedenen Geräten fotografiert. Ihr glaubt gar nicht, wie unterschiedlich die Bilder waren. Ein Samsung, ein iPhone und meine Sony Kamera. Das verwirrt mich etwas.

Ach ja und ich werde mir einen ganzen Tag lang, alle Staffeln von „Castle“ in Amazon anschauen *chillalarm*. Gekauft und angeschaut, habe ich natürlich längst alle. Aber dann nochmal alles von Vorne.

So, das wars. Habt ihr auch eine Liste von Dingen, die ihr macht, wenn Eure Kinder „groß“ sind? Schreibt es mir. Ich freue mich.

Schönes Wochenende oder wie mein Sohn sagen würde „Hoch die Hände, Wochenende“.

Eure Mamawelt36

Verfasst von

Ein Mamablog über das Mama-sein und das wundervolle Leben mit unseren Kindern: bunt und lebendig.

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