Weltspartag – Was heute?

Es war einmal der Weltspartag, der Großes vollbringen wollte. Der erste Weltspartag war im Oktober 1924. Beim Weltspartag gehts nicht nur um die Förderung des Spargedankens, sondern natürlich gibt’s auch -wie soll es auch sonst sein- einen pädagogischen Aspekt; „das Sparen sollte als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen werden“, so Wikipedia.

„… ursprünglich der Förderung des Spargedankens gewidmet, hat sich der Charakter des Weltspartags in der Vergangenheit in Teilen der Welt deutlich gewandelt“

Es ist heute so, dass man explizit am Weltspartag seine Spardose zur Bank bringen soll und als Motivation gibt’s für hauptsächlich Klein und Groß auch, ein kleines Geschenk. Die gesparten Kröten sollen längerfristig angelegt werden. Ist doch eine tolle Sache, wie ich finde. Wenn da nicht diese unüberwindbaren Stolpersteine wären.

Der Tradition nach, rennen die Leute Scharenweise in Eure Filialen, um ihr Gespartes loszuwerden und ein kleines Geschenk einzuheimsen. Macht ja auch Spaß mit den Kleinen. Und die freuen sich riesig.

Jetzt erzähl ich Euch mal, was ich erlebt habe am Weltspartag.

Erste Filiale: Ich und der Rest meiner kompletten Familie -ja, Papa ist heute auch mal früher nach Hause gekommen-, laufen voller Freude und guter Dinge in die Filiale hinein, um unseren riesen Sack gesparter Münzen, zur Bank zu tragen und zum Dank ein kleines Geschenk mitzunehmen.

Weltspartag, heute!
„… kommen Sie doch morgen wieder!“

Was sehe ich da? Der Automat ist kaputt? Oder einfach nur gesperrt. Aha… nagut, zum Schalter. Ich sage freundlich zu der Dame hinter dem Schalter, dass ich mein Geld einzahlen möchte.  Sie erwiderte -und ich muss wirklich sagen, ich dachte sie macht einen Scherz- „Der Kassenwart ist heute leider krank, heute können Sie leider nichts einbezahlen, kommen Sie doch morgen wieder“. „Wie bitte?“ sagte ich. Nee, oder? Und da hatte ich noch gute Laune. „Morgen?“ sagte ich. Dann sagte ich, nachdem ich einen Moment gebraucht hatte, mich wieder zu fassen, „Weltspartag ist heute?!“ Sie sagte, ja sie können ja auch morgen nochmal kommen“. Dann konnte ich nicht anders, als nochmals zu erwidern „Mein Mann ist heute extra früher aus der Arbeit nach Hause gekommen!“ is der natürlich egal. Ein weiteres Mal sagte sie „Es tut mir sehr leid, es gibt leider keine Vertretung für den Kassenwart. Sie können auch in die Filiale in der Dingsbums-Straße gehen“ – also, wenn mein Mann nicht dabei gewesen wäre, dann… – ich bedankte mich weniger freundlich als mehr genervt und zog ab. Man, war ich sauer.

Mein Mann ist an dem Tag früher nach Hause gekommen. Was denkt ihr denn, dass er am nächsten Tag wieder früher gehen kann? Es kann ja mal jemand krank sein, aber dann besorg ich mir doch bitte Ersatz. Weltspartag, Hallo!!! Herrgott, das darf doch nicht wahr sein.

Wirklich sehr widerwillig, sind wir dann in die andere Filiale gefahren, da wir ja jetzt schon alle schön hier versammelt waren. Da kam gleich das nächste Drama.

Auch hier: Automaten voll. Das glaub ich jetzt nicht.

Mittlerweile war es auch 15:50 Uhr. Die Öffnungszeiten der Bank, sind am Weltspartag, genau wie an anderen regulären Tagen, NUR BIS 16 Uhr!

Jetzt war ich am Kochen. Man möchte doch meinen, dass an so einem besonderen Tag, die Öffnungszeiten vielleicht um eine Stunde verlängert werden.

Das Beste ist, das war noch lange nicht alles.

Leute, die Eltern sind beim Arbeiten und die Kinder sind in der Kita. Hat irgendjemand überhaupt eine Vorstellung davon, was es bedeutet für berufstätige Eltern, vor 16 Uhr Zuhause zu sein? Manch ein Kollege würde sagen: ah halber Tag Urlaub, hm?

Ich stehe mit einer Beraterin bereits an einem Beistelltisch; Schalter alle voll mit anderen Problemen *augenroll*, altes Ehepaar… du meine Güte. Dann bekomme ich die Unterhaltung zwischen meiner Beraterin und einem Azubi (muss es wohl gewesen sein) mit, wie sie sich auch noch beklagt, dass sie den Laden nicht pünktlich dicht machen können, sondern alle Leute bedienen müssen und den Laden erst schließen, wenn alle weg sind. Azubi zieht unterwürfig ab.

So, weiter: Nachdem ich jetzt zurecht richtig sauer war, bekam meine Beraterin nun auch schlechte Laune und fing an, mit spitzer Zunge mit mir zu sprechen.

Fassen wir mal kurz zusammen: Der Kassenwart der anderen Bank ist krank. Und kein Ersatz. Holy Shit. Der Weltspartag fällt aus. Bäm.

Die Öffnungszeiten sind an diesem speziellen Tag regulär. Keine Ausnahme.

Der Automat ist sowohl in der einen Bank, als auch in der zweiten Bank voll, bzw. nicht nutzbar. Und die Schalter alle belegt. Auch kein extra Personal gibt’s. Ok, alles klar, wollte nur wissen ob ich nicht doch im falschen Film bin.

Wir stehen also am Beistelltisch und die Bankangestellte muss meine Münzen in einen Plastik-Beutel leeren und ihn händisch beschriften, um das Geld später auf das Konto einzuzahlen. Ich war schon so richtig sauer und musste mich wirklich zusammennehmen.

Dann passiert es. Was macht diese junge Frau?! Sie leert beide Spardosen in einen Beutel!  Ahhhhhhhhh, neiiiiinn!!!!!! Ja sagt´s mal, ist das Euer Ernst? Ich bin mit meinem Mann und zwei Kindern hier. Zwei Kinder, zwei Spardosen, zwei Bankkonten. Dann wird die auch noch frech! Und auf meinen Hinweis hin, wiederholt sie sich auch noch. Also… mir hat´s echt die Sprache verschlagen. Nochmal, wenn mein Mann nicht dabei gewesen wäre, dann… psst! Wir schweigen einfach darüber und vergessen die ganze Sache ganz ganz schnell. Nee, also wirklich… viel hätte nicht gefehlt, dann wäre ich mit Schnappatmung auf dem Boden gesessen, nur um dieser Frau nicht an die Gurgel zu gehen.

Wir haben dann ausgemacht, sie halbiert die Summe. Meine Güte, ich glaub es nicht.

Das war mal die denkbar schlechteste Publicity, die ich je gesehen habe.

Ich schreib´s dazu, sonst glaubt´s mir keiner, das ist eine Geschichte aus dem wahren Leben. Das ist wirklich passiert.

Schon beim Schreiben jetzt, muss ich Atemübungen machen.

Schönes Wochenende, Ihr Lieben.

Eure Mamawelt36

 


 

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